MONOGRAPHIEN
MONOGRAPHIEN
In dieser Studie geht es um die Herstellung und Darstellung der Journalismus-Publikums-Beziehung durch und in experimentellen Medienbeträgen des Pionierjournalismus im Spannungsfeld zwischen Massenkommunikation und Personalisierung. Dafür dienen Konzepte der Cultural Studies als integrativer Rahmen und werden mit dem Kommunikationsmodell der Erzähltheorie zusammengeführt, um ein Beziehungskonzept der Medieninhalte zu entwickeln. Dieses wird als narrative Erzählbeziehung zwischen Erzähler:in und Adressat:in erfasst. In einem qualitativen Methodendesign wird zudem der Produktionskontext anhand von Interviews untersucht. Es zeigt sich, dass Medienprodukte ein wesentliches Bindeglied in Medienbeziehungen sind und ein zentraler Ort der kommunikativen Beziehungskonstruktion. Dabei sind Erzählbeziehungen eine Massenkommunikationsform mit Abwesenden, die verzögert und überdauert sowie sichtbar und prüfbar bleibt.
Demnächst als Print und digital erhältlich.
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„Ausgerechnet Giorgio Agambens vielleicht unzugänglichstes Buch, das 1990 erschienene ‚Die kommende Gemeinschaft‘, markiert nicht nur einen gewissen political turn, sondern auch die Nahtstelle für Früh- und Spätwerk und erzeugt den Eindruck einer Spaltung, die so nicht existiert. Denn er legt darin das Fundament seiner Philosophie und entwickelt eine Theorie der beliebigen Singularitäten, die er zugleich in einer Textform demonstriert, die dieser vollkommen entspricht. Dabei verschreibt Agamben sich der Haltung des Wedernochs und umreißt eine Seinsweise, die sich der Unsagbarkeit des Individuums und der Intelligibilität des Allgemeinen entzieht, allein bestimmbar durch das Beispiel. Es ist eine Erlösungsgeschichte für das Diesseits, wo sich der Mensch als reine Potenz im eigentlichen Leben und einer Gemeinschaft ohne Zugehörigkeit den unbedingten Anspruch auf Glück erfüllen kann.
In der vorliegenden Studie zielt Hendrik Kühn darauf ab, durch eine chronologische Lektüre und einer Methodik des Paraphrasierens, nicht nur die Ideen des Schlüsselwerks zu erschließen und für den allgemeinen Gebrauch zu öffnen, sondern auch die ungewöhnliche Form des Buches und ihren Verweischarakter auf die beliebigen Singularitäten zu erhalten. Es ist ein Versuch von Sekundärliteratur, der die Primärliteratur fortführt und sich damit in den gleichen Zustand des Wedernochs versetzt.“
Als Print bei Velbrück Wissenschaft und digital über die Nomos eLibrary erhältlich.
AUFSATZLITERATUR
Grundlegend überarbeitete und aktualisierte Übersetzung ins Englische des Essays "Existenzbeben: Was ist der Mensch und wo geht er hin?".
This essay takes Agamben's 'When the House Burns Down' as an opportunity to revisit the fundamental philosophical questions after Kant once again. The answer to the questions—What is a human being? What can they know? What ought they to do? And what may they hope?—begins with what Agamben criticizes as the anthropological machine of humanism. But instead of stopping the machine, which constantly and unsuccessfully produces the concept of the human being, the goal is different and more optimistic: the complete openness of the human being. Starting from the axiom of human self-consciousness—reconceived not as a representational achievement, as in higher-order theories of mind, but as the trace of a translational failure between body and perception—an argument is unfolded to illustrate a prototypical principle at work behind this concept of mythic proportions that humanity has become, one that also displaces the human-animal contrast at the heart of classical philosophical anthropology. In the process, human beings are traced as intelligent animals in the mode of self-openness, as beings who must go beyond the limits of their perception and language in order to understand themselves in all their incompleteness.
Mehr dazu in Kürze.
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In dem Essay wird Giorgio Agambens apokalyptische Replik auf Greta Thunbergs Forderung zu handeln aufgegriffen, um die Frage ‚Was tun, wenn das Haus brennt?‘ aus einer anderen Perspektive zu beantworten. Jedoch ist diese nur eine Metapher für die Grundfragen nach den Existenzbedingungen und -möglichkeiten – Was ist der Mensch und wo geht er hin? –, die uns immer begleiten. Die Antwort setzt dort an, was Agamben als anthropologische Maschine des Humanismus kritisiert und mit dem Verstehen dieser unendlichen Hervorbringung des Menschen und ihrer einhergehenden Beschneidung zu stoppen erhofft. Das Ziel ist allerdings ein anderes, nämlich den Menschen vollkommen in seine Offenheit zu stellen, um ihn auch nicht mehr der Apokalyptik überantworten zu müssen, die aus der Stilllegung erfolgt. Ausgehend von dem Axiom des menschlichen Selbstbewusstseins wird dabei ein Argument entfaltet, das ein prototypisches Prinzip illustrieren soll, das hinter diesem Begriff von mythologischer Größe am Werk ist. Der Mensch wird als intelligentes Tier im Modus der Selbstoffenheit gedacht, als ein Wesen, das über die Grenzen seiner Wahrnehmung und Sprache hinausgehen muss, um sich in seiner ganzen Unvollständigkeit verstehen zu können.
Der Essay ist auf der Seite vom Velbrück Wissenschaft Magazin verfügbar.
AUS DEN PROJEKTKONTEXTEN
Hepp, A., Loosen, W., Hasebrink, U., Merten, L., Kühn, H., Reimer, J. & Solbach, P. (2027). The refiguration of public communication: Pioneer journalism, journalists’ relationships and public connection. London: Palgrave (Arbeitstitel, in Vorbereitung).
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Hepp, A., Loosen, W., Kühn, H., Solbach, P., & Kramp, L. (2021). Die Figuration des Pionierjournalismus in Deutschland: Akteure und Experimentierbereiche. Medien & Kommunikationswissenschaft, 69(4), 551-577. (doi.org/10.5771/1615-634X-2021-4-551)